Muss man dran glauben?

Ärzte begegnen ihren Patienten, die berichten, nun auch einen Heilpraktiker aufgesucht zu haben, häufig mit herablassenden Sätzen wie „Na, wenn Sie dran glauben….“ .

Dazu zwei Anmerkungen:

Erstens:
Ich bin ein Freund von Zahlen, Daten und Fakten, möglichst schwarz auf weiß und gehe die Dinge grundsätzlich zunächst von der logischen Seite an. Aus diesem Grund arbeite ich auch gerne mit Blutanalysen aus dem Bio-Labor Hemer, denn es arbeitet streng nach den Richtlinien der Bundesärztekammer und wird von der Bezirksregierung Arnsberg kontrolliert.

Wenn ich also z.B. im Rahmen einer Erstanamnese zu dem Schluss komme, dass der Patient vermutlich einen Zinkmangel hat, lasse ich dies gern im Labor überprüfen, denn ich kann mich ja auch irren. Bestätigt sich der Verdacht, gehe ich zweigleisig vor: Zuerst den Zinkmangel beseitigen, weil er ein potentielles Risiko z.B. für Immunsystem und Schilddrüse darstellt, dann weiter forschen, wieso es überhaupt zum Zinkmangel gekommen ist – denn „normal“ ist das ja nun nicht….

Zweitens:
Die Kosten für den Arztbesuch übernimmt die Krankenkasse, die Kosten für den Heilpraktikerbesuch werden meist selbst getragen.

Wenn nun also Patienten, die doch einfach nur nach einer Lösung für ihr gesundheitliches Problem suchen, schon so weit sind, dass sie den Termin beim Heilpraktiker selbst finanzieren, anstatt sich kostenlos beim Arzt beraten zu lassen, ist Hochmut wohl eher unangebracht. Ein wenig Innenschau und Ursachenforschung wäre passender – denn es geht ja schließlich nicht um das eigene Ego, sondern um das Wohl des Patienten.